Prozessaudits Automotive

posted am: 23 Mai 2017

Das Prozessaudit stellt eine wichtige Basis des Qualitätsmanagements dar und dient der Beurteilung der Qualität spezieller Produkte, Produktgruppen und der Überprüfung der in diesem Zusammenhang festgelegten Prozesse. Ziel eines Prozessaudits ist die Kontrolle und Optimierung von Prozessen. Gegenstand der regelmäßig durchgeführten Audits sind die Produktentstehungsprozesse sowie die Serienproduktion. 

In einem Dienstleistungsunternehmen stehen die Dienstleistungsentstehungsprozesse und die Erbringung der Dienstleistung im Fokus des Audits. Zu den Bestandteilen eines Prozessaudits gehören die Vorbereitung, die Durchführung und der anschließende Abschluss mit einem Bericht. Die Auditoren empfehlen in ihrem Abschlussbericht Vorbeugungsmaßnahmen, um ein weiteres Auftreten von Defiziten zu vermeiden. Durch eine sorgfältige Analyse bekannter Defizite lassen sich Fehler zukünftig vermeiden. Maßnahmen, die aufgrund eines Prozessaudits beschlossen werden, müssen kontinuierlich umgesetzt werden, um die Prozesse sicherer zu gestalten. Der Auditablauf ist festgelegt und folgt jeweils dem gleichen Prinzip.  In der Automobilindustrie und der Zulieferindustrie kommt der internationale Standard, der für Prozessaudits Automotive gültig ist, weltweit zur Anwendung. Die Richtlinien wurden letztmalig im Jahr 2010 aktualisiert.

Demnach auditiert die Automobilindustrie die Zulieferkette ausnahmslos durch den Standard VDA 6.3 Prozessaudit. Dabei wird nicht das Qualitätsmanagementsystem überprüft, sondern die Produktionsprozesse, beginnend beim Wareneingang bis zum Versand der Fertigungsprodukte sowie die Schnittstellen der Produktion.

Werden aufgrund mangelhafter Performance oder vorliegender Kundenreklamationen Lieferanten der Automobilindustrie in das Audit mit einbezogen, findet eine besonders gründliche Kontrolle statt, um Schwachstellen aufzudecken. In der überarbeiteten Standardversion der Prozessaudits Automotive wurde zur besseren Auditierbarkeit auf zahlreiche englische Begriffe verzichtet und diese durch deutsche Worte ersetzt.  Die Berwertungssystematik wurde vereinfacht, in dem alle Fragen die gleiche Gewichtung erhielten. Besonderen Wert legte man, beispielsweise bei der QMH Consulting GmbH Herr Thorsten Höppner, auf die Anforderungen der Schulungskonzepte, die entsprechend vereinfacht und optimiert wurden. Die Inhalte der Prozessaudits wurden ebenfalls überarbeitet, mit dem Ziel einer höheren Kompatibilität.

Mit dem neuen Prozessaudit steht den Unternehmen eine genaue Einschätzung der Qualitätsfähigkeit eigener Prozesse und Lieferantenprozesse zur Verfügung. Optimierungspotenziale werden schneller erkannt und im Audit aufgezeigt. Mit dem Prozessaudit wird deshalb ein positiver Kosteneffekt für das Unternehmen geschaffen. Die Durchführung der Audits wurde vereinfacht, ohne jedoch die hohen Ansprüche, die an die Auditoren gestellt werden, zu verändern. Die Strukturen der Prozessaudits sind übersichtlich und benutzerfreundlich gestaltet, um ein zuverlässiges Ergebnis zu gewährleisten.  In der Automobilbranche spielt die Internationalität eine wichtige Rolle. Zahlreiche nationale und internationale Automobilhersteller profitieren von der Vereinheitlichung englischer Begrifflichkeiten. Damit sind die Audits über Ländergrenzen hinweg weltweit einsetzbar. Für die Unternehmen bietet das Prozessaudit dadurch eine noch effizientere Methode, Prozesse zu optimieren und kostengünstiger zu gestalten.

Gemäß dem geltenden Bewertungsschema werden im Prozessaudit Punkte vergeben. Die höchste erreichbare Punktzahl, 10 Punkte, erhält der Prozess, wenn alle technischen Vorgaben hinsichtlich des Produkts und des Prozesses eingehalten werden. Bei acht Punkten sind einige Prozessschwächen vorhanden.

Diese werden allerdings umgehend erkannt und beseitigt. Mit sechs Punkten werden Prozesse bewertet, bei denen Prozessstörungen vorkommen und Produkte deshalb nicht prozesssicher hergestellt werden können. Vier Punkte erhält ein Prozess, dessen Prozessfähigkeit nicht erreicht und die Produkte dadurch nicht prozesssicher hergestellt werden. Null Punkte werden vergeben, wenn Maschinen und Anlagen zur Produktion ungeeignet und Ausfälle sowie Reklamationen zu erwarten sind. 

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Wir machen alle Fehler und brauchen Hilfe, zumindest dann und wann, wenn wir es vor uns zugeben. Doch was tun, wenn Sie das Gefühl haben Fehler zu machen und die Ursache nicht finden? Sie rufen jemanden, der für Problemlösungen geschult wurde. Natürlich hilft es auch, wenn man in die direkten Abläufe nicht involviert ist, für die Problemlösungen generiert werden sollen. Das Thema Beratung hat mich immer interessiert. Menschen, die anderen helfen Probleme zu lösen. Es sind sehr unterschiedliche Probleme, zu denen beraten wird. Ein paar von den Themen, die besprochen werden, sind Personalfragen, Ingenieurleistungen oder Wirtschaftsprüfungen. Was ich zusammengetragen habe, möchte ich mit euch teilen.

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